#3 How to Keep Going with Broken Hearts?
Gespräch: Şeyda Kurt und Alice Hasters
Ausklang: D-Dur Dykes*
“Politics of Heartbreak” sind drei Veranstaltungen in der “Vessel of Love”, die Lectures und Gespräche mit performativen Interventionen und Musik verbinden. International tätige Autor*innen, Journalist*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen, die zu politischen Affekten, zum Fremd-Sein, zu Autoritarismus und Rassismus, zu feministischen antikolonialen und diasporischen Bewegungen arbeiten, kommen in der “Vessel of Love” im HAU1 zusammen, um die politischen Dimensionen unseren gegenwärtigen Heartbreaks zu diskutieren. Die Fragen des Festivals zur Widerstandsfähigkeit und gemeinsamer Sorgearbeit werden hier durch internationale Erfahrungen aus Afghanistan, Kurdistan, Palästina, Iran und der Türkei bereichert und in den Berliner Kontext gebracht. Gerahmt und erweitert werden die Gespräche durch Musik und Performances, die das, was Worte nicht auszudrücken vermögen, auf ästhetische Weise in den Raum tragen und uns den Herzschmerz der anderen mitfühlen lassen.
Mit einem Gespräch zwischen Şeyda Kurt und Alice Hasters – gefolgt von queerem Chorgesang von D-Dur Dykes* geht es an diesem Abend um das, was trägt, wenn Sicherheiten zerbrechen: Zärtlichkeit, Wut, Verletzlichkeit – Gefühle, die gesellschaftlich oft als Schwäche gelten, werden hier zur politischen Kraftquelle.
Gespräch: Şeyda Kurt und Alice Hasters / Deutsche Lautsprache mit englischer Simultanübersetzung, Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Was trägt uns, wenn vieles verloren scheint? Die Journalistin und Autorin Şeyda Kurt hat sich in ihren Büchern immer wieder mit politischen Gefühlen beschäftigt – mit Zärtlichkeit, Wut, Hass – nicht als Privatsache, sondern als Ausgangspunkt gesellschaftlicher Veränderung. Gefühle, die lähmen, unterscheiden sie von Gefühlen, die tragen – auf dem Weg in eine gerechtere Gesellschaft. Die Journalistin und Autorin Alice Hasters beschreibt in ihren Büchern, wie Verletzlichkeit gesellschaftlich verhandelt, abgewertet oder instrumentalisiert wird – und wie eng das mit dem Erstarken von Härte und Autoritarismus zusammenhängt. Ihre Frage ist nicht nur, wie man Krisen benennt, sondern was auf der anderen Seite von Verhärtung möglich bleibt: Welche Kraft liegt in Verbundenheit und Verletzlichkeit, wenn beides gesellschaftlich verachtet wird? Im Gespräch fragen Şeyda Kurt und Alice Hasters: Was bedeutet Durchhaltevermögen, wenn Sicherheiten zerbrechen? Wie sieht Widerstand aus, der nicht auf Sieg, sondern auf Standhalten setzt – und wie wird aus geteiltem Heartbreak eine Kraft, die trägt?
Ausklang: D-Dur Dykes* / Gesang auf Deutsch und Englisch, Deaf Performance
Den Abend beschließen D-Dur Dykes* mit eigenen Arrangements lesbischer und queerer Popsongs. Der FLINTA*-Chor versteht gemeinsames Singen als Raum für Sichtbarkeit, Verbundenheit und gegenseitige Unterstützung – und die eigene Stimme als eine Kraft, mit der Gemeinschaft entstehen und etwas bewegt werden kann. So wird aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang und aus Verletzlichkeit kollektive Stärke.
Preis: 15 €, ermäßigt 9 €
Kombi-Tickets “Love is a Verb #2”:
3 Veranstaltungen für 30–50 €, ermäßigt 20–40 €
6 Veranstaltungen für 60–90 €, ermäßigt 40–60 €
Im Anschluss: <3 Break @WAU mit DJ-Set von Kidcat & Broccoli
Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Zugang zum Parkett über separaten Eingang mit Lift möglich. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden.