Lia Rodrigues

Fúria / Wut

  • Tanz
70 Min.

Aus Säcken, Planen, Fetzen und Müll schälen sich neun Tänzer:innen heraus. Sie rotten sich zu einer archaische Horde Masse zusammen, ihre Körper wie entmenschlicht, ihre Bewegungen stetig schwankend zwischen Trance und Trauermarsch. Lia Rodrigues hat mit ihrer Companhia de Danças ein intensives, dystopisches Bild gefunden für die akute Bedrohung humanistisch-universalistischer Errungenschaften, für die Konsequenzen aus weltweiter gesellschaftlicher Verrohung und den neuen Faschismus in Brasilien. In Maré, einer der härtesten Favelas Rio de Janeiros, liegt das Proben- und Ausbildungszentrum der Kompanie – auch damit bezieht die Choreografin permanent Position gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Rodrigues, die zuletzt mit “For the Sky Not to Fall” 2016 im HAU zu Gast war, verwandelt den zeitgenössischen Tanz in mitreißendem Engagement und mit großer Meisterschaft in eine ebenso poetische wie zwingende Politik des Körpers.

Team

Choreografie: Lia Rodrigues / Tanz & Mitarbeit Choreografie: Leonardo Nunes, Felipe Vian, Clara Cavalcante, Carolina Repetto, Valentina Fittipaldi, Andrey Silva, Karoll Silva, Larissa Lima, Ricardo Xavier / Choreografische Assistenz: Amalia Lima / Dramaturgie: Silvia Soter / Künstlerische Mitarbeit: Sammi Landweer / Lichtdesign: Nicolas Boudier / Musik: Auszüge aus traditionellen Liedern und Tänzen der Kanak (Neukaledonien) / Diffusion & Administration: Thérèse Barbanel / Dank an: Zeca Assumpçao, Inês Assumpçao, Alexandre Seabra, Mendel

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Trailer youtube

Termine

Vergangen

Credits

Produktion: Théâtre National de Chaillot (Paris), mit Unterstützung der Fondation d’entreprise Hermès im Rahmen des Programms New Settings. Koproduktion: Lia Rodrigues Companhia de Danças, Festival d’Automne, Centquatre Paris, MA scène-nationale Pays-de-Montbéliard, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main im Rahmen des Festivals “Frankfurter Positionen 2019” - eine Intitiative der BHF-Bank-Stiftung, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Teatro Municipal do Porto, Festival DDD - Dias da Dança, Theater Freiburg, Muffatwerk München. Unterstützt durch: Redes da Maré e Centro de Artes da Maré. Lia Rodrigues ist Artiste associée am Théâtre national de Chaillot und am Centquatre Paris.

Spielorte

HAU2
Hallesches Ufer 34, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden. Es stehen vier Relaxed Seats in der ersten Reihe des HAU2 zur Verfügung. Auch Tickets für Rollstuhlfahrer*innen und Begleitpersonen sind über das Ticketingsystem buchbar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Ticketing- & Service-Team unter +49 (0)30 259004-27 oder per E-Mail an
tickets@hebbel-am-ufer.de.

Aktuelle Hinweise für Ihre Anreise: 

Im Moment befindet sich am Halleschen Ufer eine Baustelle zwischen Wilhelmstraße und U-Bahnhof Möckernbrücke. Es gibt einen geteilten Ersatzweg für Fußgänger*innen (rechts) und Radfahrer*innen (links), der durch eine gelbe Bodenlinie markiert ist. Die Auto-Fahrbahn ist auf einen Fahrstreifen verengt. 

Anreise HAU2 über U Hallesches Tor:

Wenn Sie vom U-Bahnhof Hallesches Tor kommen, müssen Sie ab der Kreuzung Wilhelmstraße / Hallesches Ufer einen Ersatz-Gehweg benutzen, der mit einem Bauzaun von der Fahrbahn abgetrennt ist – der tatsächliche Gehweg ist im Moment gesperrt. Achtung: der Ersatzweg wird auch von Fahrradfaher*innen genutzt. Fußgänger*innen halten sich am besten rechts. Für sehbehinderte oder blinde Besuchende empfehlen wir deshalb aktuell, mit einer Begleitperson ins HAU zu kommen. 

Anreise HAU2 über U Möckernbrücke:

Wenn Sie den U-Bahnhof Möckernbrücke verlassen, bleiben Sie bitte bis zur Kreuzung Hallesches Ufer / Großbeerenstraße auf dem Gehweg auf der Kanalseite – der gegenüberliegende ist aktuell wegen Bauarbeiten gesperrt. 

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen