Daniel Kötter & Hannes Seidl

KREDIT. Von der Erwartbarkeit zukünftiger Gegenwarten

  • Musik
75 min

Bank und Kredit werden … das kräftigste Mittel, die kapitalistische Produktion über ihre eignen Schranken hinauszutreiben, und eins der wirksamsten Vehikel der Krisen und des Schwindels.
Karl Marx
 

Der Experimentalfilmer Daniel Kötter und der Komponist Hannes Seidl arbeiten seit 2008 zusammen und experimentieren mit Formen dokumentarischen Erzählens in den Medien Film und Musik. In ihrem Projekt "KREDIT" – Teil 1 der Trilogie "Ökonomien des Handelns“ – geht es Kötter und Seidl um die Prinzipien, die das Handeln organisieren. So ist das Handeln in der Gegenwart auf die Zukunft ausgerichtet. Das weltweit markanteste, politische und ökonomisch folgenreichste Beispiel für so ein system- und zukunftsorientiertes Handeln ist das Finanzsystem. In der Idee des Kredits kristallisiert sich dieses Muster auf besonders prägnante Weise.
 

Kötter und Seidl haben für "KREDIT“ Banker in Frankfurt bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit und im Kreis ihrer Freunde mit der Kamera begleitet und daraus einen Film entwickelt, dessen Tonspur absichtsvoll gelöscht wurde. In der Tradition des Stummfilms wird die Tonspur Abend für Abend live auf der Bühne realisiert. Die präzise geplante Verzahnung von Bühnengeschehen und Filmhandlung bewirkt jene performative Aufladung des Konzert-Settings, die "KREDIT“ zu einem seltenen Hybrid aus Konzert, Performance und Filmerlebnis macht. Kötter und Seidl nennen "KREDIT“ denn auch ein Stummfilm-Oratorium: Ein virtuoser Geräuschemacher lässt Klimaanlagen surren, Schritte hallen oder Computerkeyboards klappern. Zwei Synchronsprecher leihen allen Filmfiguren ihre Stimmen. Und während die Musiker Noisetexturen erzeugen, erklingen Credos und Choräle, live gesungen vom Chor der Deutschen Bundesbank.

Team

Idee / Regie / Komposition / Film: Daniel Kötter & Hannes Seidl / Ausstattung / Assistenz: Rahel Kesselring / Dramaturgie: Gerda Strobl / Musik: Sebastian Berweck, Andrea Neumann, Peter Sandmann / Sprecher: Dunja Funke, André Schmidt / Chor der Deutschen Bundesbank: Rochus Paul (Chorleitung), Anja Bautz, Claudia Bruckmann, Natalia Füterer, Carola Goltz, Saskia Hase, Franziska Hast, Manfred Iwan, Wilfriede Kolb, Heinz-Jürgen Schiffer, Karla Schiffer, Hans Stählin, Dietmar Steinert, Andrea Sturm, Gabriele Trost, Sylvia / Dirigent: Rochus Paul / Filmprotagonisten: Susan Baumgärtner, Franziska Beuchel, Ascan Iredi, Manfred Iwan, Gabriele Jäger, Hans Stählin, Dietmar Steinert, Gabriele Trost,Sylvia Winkler, Florian Witt, Michael Zapf / Wissenschaftliche Beratung: Rainer Durth, Michael Koetter, Johannes Priesemann, Andreas Thiele / Produktions-leitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Termine

Vergangen

Credits

Eine Produktion von Kötter/Seidl in Koproduktion mit steirischer herbst & Künstlerhaus Mousonturm. Gefördert durch die Stadt Frankfurt am Main – Dezernat für Kultur und Wissenschaft.

In Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer
Von der Erwartbarkeit zukünftiger Gegenwarten (2013)

Spielorte

HAU2
Hallesches Ufer 34, 10963 Berlin

Zwei markierte Parkplätze vor dem Haus vorhanden. Barrierefreie Sanitäranlagen vorhanden. Es stehen vier Relaxed Seats in der ersten Reihe des HAU2 zur Verfügung. Auch Tickets für Rollstuhlfahrer*innen und Begleitpersonen sind über das Ticketingsystem buchbar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Ticketing- & Service-Team unter +49 (0)30 259004-27 oder per E-Mail an
tickets@hebbel-am-ufer.de.

Aktuelle Hinweise für Ihre Anreise: 

Im Moment befindet sich am Halleschen Ufer eine Baustelle zwischen Wilhelmstraße und U-Bahnhof Möckernbrücke. Es gibt einen geteilten Ersatzweg für Fußgänger*innen (rechts) und Radfahrer*innen (links), der durch eine gelbe Bodenlinie markiert ist. Die Auto-Fahrbahn ist auf einen Fahrstreifen verengt. 

Anreise HAU2 über U Hallesches Tor:

Wenn Sie vom U-Bahnhof Hallesches Tor kommen, müssen Sie ab der Kreuzung Wilhelmstraße / Hallesches Ufer einen Ersatz-Gehweg benutzen, der mit einem Bauzaun von der Fahrbahn abgetrennt ist – der tatsächliche Gehweg ist im Moment gesperrt. Achtung: der Ersatzweg wird auch von Fahrradfaher*innen genutzt. Fußgänger*innen halten sich am besten rechts. Für sehbehinderte oder blinde Besuchende empfehlen wir deshalb aktuell, mit einer Begleitperson ins HAU zu kommen. 

Anreise HAU2 über U Möckernbrücke:

Wenn Sie den U-Bahnhof Möckernbrücke verlassen, bleiben Sie bitte bis zur Kreuzung Hallesches Ufer / Großbeerenstraße auf dem Gehweg auf der Kanalseite – der gegenüberliegende ist aktuell wegen Bauarbeiten gesperrt. 

HAU3000 / Positionen, Projekte, Publikationen